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Berichte zu Veranstaltungen


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29.01.2017

Nachlese zur Veranstaltung „Wie arbeitet die Polizei?“, am 25. Januar 2017 in der Staatlichen Abendschule vor dem Holstentor

Referent: Herr Jens Andersen, EKHK, Fachlehrer AK 34, Polizei Hamburg

Am 25. Januar fand in den Räumlichkeiten der Staatlichen Abendschule vor dem Holstentor unter reger Beteiligung die Auftaktveranstaltung des Schöffenverband Nord e.V. mit dem Thema „Wie arbeitet die Polizei?“ aus der Themenreihe „Von der Straftat bis zur Resozialisierung“ statt.

Mit anschaulichen Beispielen aus der täglichen Polizeiarbeit verdeutlichte der Referent Jens Andersen die Aufgaben der Polizei. Neben der Verfolgung von Straftaten, allgemeinen Verkehrsaufgaben, der Gefahrenabwehr und der Beseitigungen von Störungen ist die Polizei auch für die Amtshilfe anderer Behörden zuständig.

Auch wie die Polizei Kenntnis von Straftaten bekommt, konnte der Erste Kriminalhaupt-kommissar anhand von Beispielen für die teilnehmenden Schöffinnen und Schöffen gut verständlich erläutern. Ferner erklärte er, mit Hinweis auf die 7 „W-Fragen“, was Inhalt einer Strafanzeige sein sollte.

Auf konkrete Fragen und Erlebnisse ging Herr Andersen immer wieder ein und beantwortete diese mit Beispielen aus seiner fast 25jähigen Erfahrung als Polizist in verschiedenen operativen Polizeieinheiten.

Des Weiteren wurden die Teilnehmer umfangreich über den Maßnahmenkatalog bei Straftaten unterrichtet. Über Spurensuche, Spurensicherung, Vernehmungen, Observationen, Sicherstellungen, Öffentlichkeitsfahndungen bis hin zur Gewinnabschöpfung und andere technische Maßnahmen vermittelte der Fachlehrer des Ausbildungskommissariats 34 an der Polizeischule in Alsterdorf sein Wissen.

Abschließend gab er immer wieder interessante Einblicke in die polizeiliche Realität, wenn es um die Stresslage, Routine, die Besonderheiten des Gewaltmonopols oder auch die Deeskalationsarbeit der polizeilichen Tätigkeiten geht. Natürlich durfte auch die Zusammenarbeit mit den Staatsanwaltschaften als Thema nicht fehlen. Ebenso informierte er darüber, wie die Polizei als Beweismittel in einem Strafverfahren z.B. als Gutachter, gutachterlicher Zeuge oder als professioneller Zeuge dienen kann.

Am Ende der knapp zwei stündigen Veranstaltung gab es für alle Teilnehmer ein zusammenfassendes Handout in Form einer Mappe, in dem noch mal alle behandelten Themen detailliert nachzulesen sind. Vom Schöffenverband Nord e.V. erhielt jeder Teilnehmerin und jeder Teilnehmer eine Teilnahmebescheinigung.

Mit dem Ersten Kriminalhauptkommissar Jens Andersen konnte der Schöffenverband Nord e.V. einen fachlich erstklassigen, unterhaltsamen und sehr engagierten Referenten begrüßen. Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals ausdrücklich für sein Engagement.

 Nachlese 25.01.2017.pdf


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Willkommen auf der Informationsseite

des Bundes ehrenamtlicher Richterinnen und Richter

 

Deutsche Vereinigung der Schöffinnen und Schöffen 
Landesverband Nord e.V.

Der Gesetzgeber stellt einen hohen Anspruch an die Schöffinnen und Schöffen. Mit gleichem Stimmrecht wie die Berufsrichterinnen und Berufsrichter üben sie während der Hauptverhandlung das Richteramt aus. Auch die ehrenamtlichen Richterinnen und Richter anderer Gerichtszweige wirken gleichberechtigt am Rechtsfindungsprozess mit. "Mit dieser großen Verantwortung fühlen sich Schöffinnen und Schöffen in ihrem Amt häufig isoliert und alleingelassen.

Deshalb wurde 1989 die


Deutsche Vereinigung der Schöffinnen und Schöffen

 Bund ehrenamtlicher Richterinnen und Richter


gegründet. Parteipolitisch und weltanschaulich neutral und unabhängig, verfolgt der Verein den Zweck, die Laien-Beteiligung an der Rechtsprechung zu fördern, die Laienrichter auf die Wahrnehmung ihres Amtes vorzubereiten und in der Ausübung zu unterstützen. 

(Quelle: schoeffen-bw.de) 

 

Leitbild des Bundesverbandes ehrenamtlichen Richterinnen und Richter


Die Arbeit des Bundesverbandes ehrenamtlicher Richterinnen und Richter und seiner Landesverbände ist von folgenden Grundsätzen getragen:

Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. An der rechtsprechenden Gewalt nehmen ehrenamtliche Richterinnen und Richter* als Vertreter des Volkes teil.

Die Mitwirkung ehrenamtlicher Richterinnen und Richter erhöht die Unabhängigkeit der Gerichte, trägt zur Lebensnähe, Plausibilität, Transparenz und Akzeptanz von Verfahren und Entscheidung bei. Insbesondere die Sachkunde ehrenamtlicher Richter im Wirtschafts- und Arbeitsleben fördert die Qualität der Tatsachenfeststellungen und die Kommunikation unter den Verfahrensbeteiligten.

Der Bundesverband ehrenamtlicher Richterinnen und Richter und die Landesverbände fördern den Gedanken der Beteiligung durch:


  • Öffentlichkeitsarbeit,
  • Information vorschlagender Organisationen und Mobilisierung geeigneter Bewerber,
  • Fortbildung der Amtsinhaber und
  • rechtspolitische Initiativen.


Der Verband arbeitet ehrenamtlich und unabhängig. Er vertritt die Interessen der ehrenamtlichen Richterinnen und Richter in der Rechtspolitik, in der Praxis der Amtsausübung sowie gegen Benachteiligungen aufgrund ihres staatsbürgerlichen Ehrenamtes.

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* Ehrenamtliche Richter sind die Schöffen in der Strafgerichtsbarkeit, die Handelsrichter und Landwirt-schaftsrichter in der Zivilgerichtsbarkeit sowie die ehrenamtlichen Richter in der Arbeits-, Sozial-, Finanz– und Verwaltungsgerichtsbarkeit.


(Quelle: schoeffen.de)